Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein grundlegendes Menschenrecht, doch laut den Vereinten Nationen haben weltweit über 884 Millionen Menschen, was mehr als jeder achte Mensch entspricht, keinen Zugang zu diesem lebenswichtigen Gut. In Kamerun liegt der Zugang zu sauberem Wasser bei 74 % der Bevölkerung, doch in ländlichen Gebieten ist die Situation alarmierend: Nur 51 % haben Zugang zu Trinkwasser, während in städtischen Gebieten dieser Wert bei 92 % liegt. Darüber hinaus sind die Wasserversorgungsnetze ineffizient, mit einem Verlust von Wasser, der von 25 % im Jahr 1990 auf 40 % im Jahr 2000 angestiegen ist. Viele Wasserquellen sind aufgrund eines fehlenden Abwassermanagements kontaminiert. Besonders betroffen sind Frauen und Kinder, die oft für die Wasserbeschaffung zuständig sind. Die mühsame Abholung des Wassers nimmt viel Zeit in Anspruch und beeinträchtigt häufig die Schulbildung von Kindern, insbesondere von Mädchen.